GÖRLITZ ZGORZELEC


Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises Görlitz. Görlitz mit seinen 55.000 Einwohnern verfügt über eine reiche Historie und ein faszinierendes, wundervoll restauriertes innerstädtisches Ambiente. Vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg bewahrt geblieben, gilt Görlitz als ein Kleinod Europäischer Städtebaukunst – ein Ensemble von der Gotik über die Renaissance, Barock und die Gründerzeit mit über 3500 Einzeldenkmälern. Nirgendwo anders in Deutschland gibt es eine solche Dichte von gut erhaltenen Baudenkmälern verschiedenster Epochen.

Zgorzelec [zgɔ'ʒɛlɛʦ] ist die polnische Nachbarstadt von Görlitz, deren Ostvorstadt sie bis 1945 war.

1998 proklamierten beide Städte die „Europastadt Görlitz-Zgorzelec“, gingen damals entschlossen auf ein Ziel zu, das es in der offiziellen Politik noch gar nicht geben durfte: eine vereinte Stadt zweier Nationen, zweier Sprachen, zweier Kulturen.

Beflügelt durch die kraftvolle Vision eines gemeinsamen Lebens diesseits und jenseits der Neiße im Europäischen Haus bewirbt sich die Europastadt um den Titel „Kulturhauptstadt Europa 2010“. Mit einem Konzept, das auf Kultur, Bildung und die Künste als Grundlage europäischen Zusammenlebens setzt, verkörpert Görlitz-Zgorzelec wie keine andere Bewerbung die Idee einer europäischen Stadt. Es ist ein starkes Symbol für die Idee des zusammenwachsenden Europas und den Fall der inneren und äußeren Grenzen.


EUROPASTADT GÖRLITZ-ZGORZELEC


Görlitz-Zgorzelec, das ist eine beispielhafte europäische Stadt. Das, was hier passiert, ist visionär und konkret zugleich.


Live-Webcam: www.altstadtbruecke.de

Als 1945 alle sieben Neißebrücken von Görlitz gesprengt wurden, zerriss damit mehr als nur eine Verbindung über den Fluss. Die heutige moderne Altstadtbrücke entstand erst 2003/04 und ermöglicht nun wieder den direkten Weg von der Altstadt in den östlichen Teil der Stadt. Seit der Wiedererichtung der Altstadtbrücke hat sich vieles gewandelt in den beiden Städten. Längst schon ist die neue Altstadtbrücke zu einem Wahrzeichen geworden. Die Grenzanlagen sind weggefallen mit dem Beitritt Polens in die Europäische Union. Und so gelassen die Görlitzer und Zgorzelecer mit ihrer neuen Brücke umgehen, so einfach ist es für  Besucher einen Fuss von Deutschland nach Polen zu setzen.


F l u s s l a n d s c h a f t e n  Die Lausitzer Neiße ist ein etwa 250 km langer Nebenfluss der Oder mit dem Ursprung der Quelle im Isergebirge in Tschechien. Seit Kriegsende 1945 bildet die Neiße einen Teil der deutsch-polnischen Grenze. Es hatte mehr als nur eine symbolische Bedeutung, dass das erste Bauwerk,das nach dem Beitritt Polens zur Europäischen Staatengemeinschaft fertig wurde, die Wiedererrichtung der Altstadtbrücke über die Neiße war. Denn das hoffnungsvolle Zeichen der beiden Städte ist die Brücke. Sie verbindet über den Fluss hinweg. Die Grenzanlagen sind weggefallen mit dem Beitritt Polens in die Europäische Union. Und so gelassen die Görlitzer und Zgorzelecer mit ihrer neuen Altstadtbrücke umgehen, so einfach ist es für  Besucher einen Fuss von Deutschland nach Polen zu setzen über die alten und neuen Brücken über die Neiße. Bilddokumentation


Herbert Hirche zum 110.

Foto Werkbund Archiv / Museum der Dinge Berlin
Foto Werkbund Archiv / Museum der Dinge Berlin

Herbert Hirche zählt als einer der letzten Bauhäusler. Geboren wurde er 1910 in Görlitz
Ein Projekt in Görlitz widmet sich im Bauhausjahr #bauhaus100 Herbert Hirche. Es ist eine Wiederentdeckung und Bauhaus-Spurensuche der großen Söhne und Töchter der Görlitz: Nach Tischlerlehre und Wanderschaft in den Jahren 1924 bis 1929 studierte der in Görlitz geborene Herbert Hirche von 1930 bis 1933 am Bauhaus in Dessau und in Berlin. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Wassily Kandinsky und Ludwig Mies van der Rohe mehr


Die Informationsstelle Industriekultur Görlitz  findet sich auf der Jakobstrasse 5a 1. Etage
Zum Bestand der Präsenzbibiothek zählen Unternehmenschroniken, Firmengeschichten, Fotosammlungen und diverse Kataloge, Nachlässe und Zeitdokumente.

Netzwerk Industriekultur Görlitz

In Görlitz widmet sich eine Initiative dem Erbe der Industriekultur. Ziel der Initiative in Görlitz ist es, Interesse und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu vermitteln, besonders im Umgang mit dem architektonischen Erbe. mehr


Entdecken Sie mit den „Görlitzer Themenführungen“ interessante, spannende Geschichten und Geheimnisse einer faszinierenden Stadt. Für die thematischen Stadtführungen wird jeweils ein ungewöhnlicher Blickwinkel gewählt der neben touristischen Besonderheiten auch die Geschichten aus dem Alltagsleben beleuchtet. Ob auf den Wegen durch die Görlitzer Unterwelten, der Führung durch die Gründerzeit oder auf dem Weg zum grossen Philosophen Böhme, das Spektrum an Themenführungen durch Görlitz ist breit gefächert.

Route der IndustrieKultur

Mit dem Neiße-Viadukt und dem industriellen Erbe verfügen Görlitz Zgorzelec über zahlreiche Denkmale der Industriekultur und Ingenieursbaukunst. Die Route der Industriekultur verknüpft die Einrichtungen und Initiativen in der Dreiländerregion. Das Geheimrezept von Landskron ist sein offenes Gärverfahren. In 12 Meter tiefen Gewölbekellern entwickeln die Brau-Spezialitäten in aller Ruhe ihren klassisch guten Geschmack. Die Braumanufaktur ist ein produzierendes Industriedenkmal. Verschiedene Führungen bieten einen Einblick in Braukunst und die Geschichte der (k)östlichsten Privatbrauerei Deutschlands. mehr

Reservierungen und Ticketvorverkauf über Görlitz Information | Obermarkt 32 | Tel » 03581 727537

Görlitzer Unterwelten

Denkmale anders zu erleben, verspricht eine Führung durch die Görlitzer Unterwelten. Im Erdreich unter Fundamenten sind Schicht für Schicht archäologische Zeugnisse der vergangenen Jahrhunderte konserviert. Bau- und Stadtgeschichte lassen sich so entdecken und erforschen. Was läge also näher, als sich ausführlich mit der Geschichte der Görlitzer Unterwelt zu befassen und sie in einer Führung durch die oft unbemerkten Stätten der Altstadt von Görlitz zu rekonstruieren. Stein auf Stein lassen sich Geschichte und Geschichten neu entdecken.
Terminvorschau 2021

Jüdisches Leben: Einst und Heute

Die Jüdische Gemeinde in Görlitz gilt seit dem 2. Weltkrieg als ausgelöscht, entsprechend wechselvoll gestalteten sich auch die Schicksale der jüdischen Bewohner. Die Themenführung geht auf Spurensuche, vorbei an den Stätten, die für das jüdische Leben in Görlitz von Bedeutung waren. Der Blick richtet sich sowohl auf Aspekte der jüdischen Religion, als auch auf interessante Biografien und Geschichten, die mit dem Leben der Görlitzer Juden verbunden sind, sowie in das Kultur- und Geistesleben. mehr